Arbeitsrecht Landshut

Fachanwälte für Arbeitsrecht

Abmahnung, Aufhebungsvertrag, Kündigung

Das Arbeitsrecht stellt seit vielen Jahren unter anderem einen Tätigkeitsschwerpunkt der Kanzlei Dr. Götzer & Kollegen dar. Mit der Zusatzqualifikation unserer Fachanwälte für Arbeitsrecht beraten wir Sie regional an unserem Kanzleistandort in Landshut und überregional. Egal, ob Sie als Arbeitgeber oder Arbeitnehmer Beratung suchen, wir betreuen beide Vertragsparteien zielgerichtet und effektiv. Insbesondere nachfolgende Probleme werden von uns mit großer Erfahrung einer Beratung beziehungsweise Lösung zugeführt.

Auf einen Blick – Themenbereiche im Arbeitsrecht

  • Kündigung, Änderungskündigung, Kündigungsgründe
  • Abmahnung
  • Abfindung
  • Freistellung
  • Urlaubsanspruch, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld
  • Betriebsrat, Sozialauswahl
  • Tarifvertrag, Betriebsübergang, Betriebsverfassungsgesetz

Wir können unsere Mandanten vor jedem deutschen Arbeitsgericht wie auch vor jedem Landesarbeitsgericht und dem Bundesarbeitsgericht vertreten.

Arbeitsrecht Landshut – Beratungsschwerpunkte

Schwerpunkte der Beratungstätigkeit im Rahmen des Arbeitsrechts stellen der Eintritt in Arbeitsverhältnisse und die Beendigung von solchen dar. Verletzt ein Arbeitnehmer seine vertraglich auferlegten Pflichten, ist meist eine Abmahnung die Folge. Bei wiederholtem Fehlverhalten droht dann gegebenenfalls auch Kündigung, aber nicht jede Kündigung bedeutet eine dauerhafte Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Beispielsweise existiert auch die sogenannte Änderungskündigung, mit welcher das bisherige Arbeitsverhältnis beendet und anschließend wieder – mit geänderten Bedingungen – fortgesetzt wird.

Prüfung der Abmahnung / Kündigung vom Fachanwalt

Gerne prüfen wir, ob Abmahnung beziehungsweise Kündigung rechtens waren oder ob eine erhaltene Änderungskündigung für den Arbeitnehmer nachteilige Klauseln enthält. Nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses haben Arbeitnehmer indes Anspruch auf ein einfaches Arbeitszeugnis, auf Verlangen auch auf ein ausführlicheres qualifiziertes Arbeitszeugnis. Weiterhin können wir bei der Beendigung von Arbeitsverhältnissen beratend zur Seite stehen, sodass eine zielführende Beendigung des Arbeitsverhältnisses für die Mandantschaft geschaffen ist. In diesem Zusammenhang können wir gerne auch bei der Gestaltung von Beendigungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung steuerrechtlicher sowie sozialrechtlicher Aspekte mitwirken.

Anspruch auf Urlaub und Urlaubsgeld

Weitere Beratungsschwerpunkte im Arbeitsrecht erstrecken sich auf den Bereich Erholung und finanzielle Aspekte. So hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. In diesen Bereich fallen daher auch Punkte wie Freistellung unter Einbringung von Resturlaubsansprüchen sowie Urlaubsgeld und Urlaubsabgeltung. Ein ebenfalls stets aktuelles Problem ist der Erhalt von Weihnachtsgeld – einen gesetzlichen Anspruch gibt es hierbei nicht. Ein solcher kann sich aber beispielsweise aus Tarifvertrag, Arbeitsvertrag oder Betriebsvereinbarung ergeben oder eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers sein.

Kündigung und Kündigungsschutz im Arbeitsrecht

Kündigungen können nicht ohne Weiteres ausgesprochen werden. So bedarf es vor einer ordentlichen, verhaltensbedingten Kündigung im Normalfall erst einer Abmahnung. Weiterhin sind mündlich ausgesprochene Kündigungen unwirksam. Eine Kündigung muss schriftlich ausgesprochen und eigenhändig unterzeichnet sein. Wichtig ist bei Erhalt einer Kündigung schnelles Handeln. Sie kann gemäß § 4 Satz 1 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) nur innerhalb von drei Wochen angegriffen werden, indem Klage beim Arbeitsgericht erhoben wird. Ist die Frist verstrichen, ist die Kündigung wirksam. Dabei ist unerheblich, ob sie inhaltliche oder formelle Fehler aufweist.

Betriebsbedingte Kündigung – Wenn sich die Unternehmensstruktur ändert

Häufig kommt es vor, dass Arbeitgeber ihre Betriebe oder auch Teile davon verkaufen – die Rede ist von Betriebsübergängen. Nach Möglichkeit sind dabei die bestehenden Arbeitsplätze zu erhalten, schlimmstenfalls müssen betriebsbedingt Gekündigten im Rahmen von Interessenausgleichen und Sozialplänen entsprechende Entschädigungen geleistet werden.

Abmahnung – Die Regel vor einer (verhaltensbedingten) Kündigung

Die Verletzung von vertraglich vereinbarten Pflichten berechtigt die jeweils andere Vertragspartei zur Aussprache einer Abmahnung. Die Abmahnung soll primär erzieherischen Charakter haben. Doch neigen manche Arbeitgeber dazu, dieses Instrument als Druckmittel einzusetzen. Darüber hinaus müssen auch Abmahnungen bestimmte formelle wie inhaltliche Vorgaben erfüllen. Gerne prüfen wir, ob diese in Ihrem Fall auch eingehalten wurden oder ob das Schreiben keine Gültigkeit aufweist.

Arbeitsrecht Landshut – Aufhebungs- beziehungsweise Abwicklungsvertrag

Aufhebungsverträge wie Abwicklungsverträge stellen eine weitere Alternative zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses dar. Arbeitgeber und Arbeitnehmer trennen sich hierbei in beiderseitigem Einverständnis, das heißt, Kündigungsfristen müssen nicht beachtet werden und im Regelfall werden Abfindungszahlungen vereinbart. Jedoch ist Vorsicht geboten. Was im ersten Moment vorteilhafter klingt als eine Kündigung, kann sich für den Arbeitnehmer als nachteilig herausstellen. Er muss mit einer meist 12-wöchigen Sperrzeit der Agentur für Arbeit rechnen und erhält in dieser Zeit kein Arbeitslosengeld. Gerne beraten wir Sie in unserer Kanzlei in Landshut detailliert über die Chancen und Risiken eines Aufhebungsvertrags.

Ordentliche Kündigung im Arbeitsrecht

Ordentliche Kündigungen unter Einhaltung der Kündigungsfrist (richtet sich nach Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder § 622 BGB): Eine sogenannte ordentliche Kündigung kann je nach Situation in verschiedenen Varianten ausgesprochen werden. So zum Beispiel:

  1. Personenbedingte Kündigung: Erfolgt durch Gründe, die in der Person des Arbeitnehmers selbst liegen. Hauptfall ist die krankheitsbedingte Kündigung aufgrund häufiger Kurzzeiterkrankungen oder einer Langzeiterkrankung (insbesondere, wenn eine schnelle Genesung sehr unwahrscheinlich ist).
  2. Verhaltensbedingte Kündigung: Erfolgt bei Pflichtverletzungen im Arbeitsverhältnis aufgrund steuerbaren Verhaltens des Arbeitnehmers. Es muss im Normalfall eine Abmahnung vorausgehen, ansonsten ist die Kündigung unverhältnismäßig.
  3. Betriebsbedingte Kündigung: Erfolgt aufgrund einer unternehmerischen Entscheidung. Es darf keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit auf einem anderen freien Arbeitsplatz möglich sein. Des Weiteren muss der Arbeitgeber bei mehreren für eine Kündigung in Betracht kommenden Arbeitnehmern eine Sozialwahl treffen. Hierbei sind folgende Kriterien einzubeziehen:
    • Dauer der Betriebszugehörigkeit
    • Lebensalter
    • bestehende Unterhaltsverpflichtungen
    • Schwerbehinderung

Arbeitsrecht Landshut – Außerordentliche Kündigung / fristlos gekündigt

Eine fristlose Kündigung gemäß § 626 BGB ist nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig: Dem Kündigenden kann unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht zugemutet werden.

Fristlose Kündigung meist wegen Straftaten

Hauptfall fristloser Kündigungen ist strafrechtlich relevantes Verhalten des Arbeitnehmers, zum Beispiel Diebstahl (auch geringwertiger Sachen), Betrug, sexuelle Belästigung, Beleidigung, etc. Einer Abmahnung bedarf es hierbei nicht.

Wichtig ist, dass die Kündigung gemäß § 626 II BGB nur innerhalb von zwei Wochen nachdem der Kündigungsberechtigte von den für die Kündigung maßgeblichen Tatsachen Kenntnis erlangt hat, erfolgen kann. Kündigt der Arbeitgeber nicht innerhalb der Frist, ist der Kündigungsgrund verwirkt.

Anwaltskosten – Vergütung des Anwalts im Arbeitsrecht

Die Vergütung der Rechtsanwälte richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Die Höhe der Anwaltskosten ist vom konkreten Fall abhängig. Selbstverständlich beraten wir Sie diesbezüglich vor der Mandatierung. Die Finanzierung Ihrer Rechtsangelegenheiten kann unproblematisch gelöst werden. Rechtsschutzversicherungen decken das finanzielle Risiko zum Großteil oder in den meisten Fällen gänzlich ab.

Beratungs- und Prozesskostenhilfe

Außerdem bietet es sich im Bedarfsfalle an, Beratungs- und Prozesskostenhilfe in Anspruch zu nehmen, sofern Sie wirtschaftlich nicht in der Lage sind, die Kosten einer Beratung oder eines Prozesses selbst zu tragen.

Für eine Erstberatungspauschale sind wir gerne bereit, Sie ausführlich zu beraten und die Prozessrisiken realistisch darzustellen.

Wir können Sie vor jedem deutschen Arbeitsgericht wie auch vor jedem Landesarbeitsgericht und dem Bundesarbeitsgericht vertreten. Wir erlauben uns den Hinweis, dass wir eine von der Bundesrechtsanwaltskammer zertifizierte Anwaltskanzlei in Landshut sind.

 

Ihre Ansprechpartner für Arbeitsrecht in unserer Kanzlei sind: